Porträt

Die Stiftung Töpferhaus mit Standorten in Aarau, Lenzburg und Suhr unterstützt Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung seit 1981. Die rund 200 Klientinnen und Klienten werden mit Arbeits- und Wohnangeboten, zwei Tagesstätten und Job Coaching von 60 Mitarbeitenden in ihrer beruflichen und sozialen Integration begleitet: interdisziplinär und professionell, fokussiert auf Selbstverantwortung und Lebensqualität.

Wir stehen ein …

… für eine Atmosphäre des Vertrauens, des Respekts und der Wertschätzung verbunden mit hohem fachlichem und sozialem Know-how sowie einer interdisziplinären und partnerschaftlichen Arbeitsweise. Sie sind Massstab und Bezugspunkt für unsere Angebote, unser Handeln und unsere Kultur.

Kern des Auftrags

Der Name Töpferhaus geht auf die alttestamentliche Bibelstelle des Propheten Jeremia (18.6) zurück:
«Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid auch ihr in meiner Hand.»

Dieses Bild des «Formens» trifft zu, weil es seit der Gründung 1981 ein Ort für Neuorientierung und persönliche Lebensgestaltung ist. Ein Ort mit attraktiven Wohn- und Arbeitsplätzen sowie einer Tagesstätte. Ein Ort, an welchem Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung beruflich und sozial gefördert sowie in ihren Kompetenzen gestärkt werden. Das Töpferhaus-Logo unterstreicht diese Umsetzung, stellt es doch eine Gruppe von Menschen dar, die unter einem schützenden Dach auf festem Boden steht.

Partnerschaft im Fokus

Als Mitarbeitende tragen wir dazu bei, dass dieses Selbstverständnis weiterentwickelt wird im Austausch mit den begleiteten Menschen, den Teams aller Bereiche und Stufen, dem Stiftungsrat, externen Partnern und der Gesellschaft. Überschaubare Bereiche, in welchen das Individuum wahrgenommen und Mitdenken sowie Mitsprache gelebt wird, unterstützen uns dabei.

Leitbild als Orientierung

In unserem Denken und Handeln orientieren wir uns am Leitbild und schaffen somit eine Grundlage, damit langfristig soziale Verantwortung, Wirtschaftlichkeit, Qualität und Innovation umgesetzt werden und das Töpferhaus auch in Zukunft Gestaltungsraum für Menschen ist.

Unternehmerisch handeln

Als Mitarbeitende sind wir verpflichtet, verschiedene Rahmenbedingungen zu erfüllen. Innerhalb diesen verstehen wir uns – unabhängig unserer Funktion – als Unternehmerin/Unternehmer im Unternehmen. Dies bedeutet, dass wir unseren Aufgabenbereich mitgestalten und Inputs einbringen. Letztere werden miteinander besprochen und umgesetzt, falls sie dem Auftrag/der Weiterentwicklung dienlich sind. Aufgaben- respektive Verantwortungsbereiche Anderer respektieren wir.

Ressourcenorientiert arbeiten

Wir bauen auf individuelle Stärken der Mitarbeitenden sowie der Klientinnen und Klienten. Unsere Vielfalt an Wissen und Können setzen wir ziel- und fachgerecht ein, so dass wir gute Leistungen erbringen und unseren Auftrag mit Qualität und Wirkung erfüllen.

Lernend sein

Wir sind uns bewusst, dass wir uns mitten in einer sich stets verändernden Gesellschaft bewegen und Teil eines sozialen Gefüges sind. Deshalb zeigen wir Interesse an Veränderungen und sehen sie primär als Chance. Wir lernen sowohl am Erfolg als auch aus Fehlern und nutzen sie als Anreize zur Weiterentwicklung.

Agil bleiben

Als lernende Organisation bleiben wir am Ball und leben eine agile Haltung: Bestehendes hinterfragen, Dinge besser machen, vorausschauend handeln und Informationen sowie sich abzeichnende Veränderungen in unsere Entscheidungen einbeziehen, damit wir gemeinsam gestärkt in die Zukunft gehen.

Vorbildlich wirken

Als Mitarbeitende kennen wir unsere Aufgaben, Ziele, Verantwortung, Kompetenzen sowie unseren Handlungs- und Entscheidungsspielraum und nutzen diese zum Wohl der verschiedenen Anspruchsgruppen und der Gesamtentwicklung der Stiftung.

Können vertiefen

Wir kennen unsere fachlichen und persönlichen Stärken und Schwächen und entwickeln unser Handeln kontinuierlich weiter. Dafür bilden wir uns intern und extern weiter oder nehmen je nach Situation interne oder externe Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch.

Achtsamkeit bewahren

Wir nutzen Möglichkeiten, damit unsere körperlichen und mentalen Fähigkeiten intakt bleiben. Selbstreflexion und Selbstverantwortung sowie eine gesundheitsfördernde Arbeits- und Verhaltensweise sind Bestandteil unseres Handelns.

Offen das Gespräch

Arbeitsbeziehungen gestalten wir so, dass wir offen und wirkungsvoll kommunizieren und dadurch Beratung, Vernetzung und Transparenz gewährleisten. Dies schliesst gegenseitige Feedbacks sowie sachliche und lösungsorientierte Kritik mit ein, welche der individuellen und institutionellen Weiterentwicklung dienen. Wir achten darauf, dass jede Art von Gespräch auf konstruktiver und vertrauensvoller Basis geführt ist, so dass sich unser Gegenüber in seiner Persönlichkeit wertgeschätzt fühlt.

Bedeutend das Team

Wir treffen nachvollziehbare und verlässliche Entscheide. Dazu beziehen wir die Fachkenntnisse der Teammitarbeitenden mit ein, je nach Situation auch die Sichtweisen der Klientinnen und Klienten, der therapeutischen Dienste und weiterer Personen. Wir sind uns bewusst, dass wir uns mit dieser Vorgehensweise immer wieder im Spannungsfeld zwischen Partizipation und Steuerung bewegen.

Gemeinsam die Sicht

Wir streben ein gemeinsames fachliches Verstehen an. Deshalb ist uns ein wertschätzender und konstruktiver Dialog im Umgang mit persönlichen und fachlichen Einstellungen wichtig. Meinungsverschiedenheiten haben Raum und werden diskutiert.

Vielversprechend die Kooperation

Wir verstehen uns als Teil eines Systems. Deshalb berücksichtigen wir beim Erarbeiten von Lösungen auch deren Auswirkungen nach innen und aussen mit. Wir fördern Kooperationen, pflegen Kontakte mit anderen Trägerschaften, Organisationen sowie mit Behörden und investieren in Ausbildungsplätze. Die aus diesen Beziehungen gewonnen Erkenntnisse lassen wir in unseren Arbeitsalltag einfliessen. Die interprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit und der daraus resultierende Austausch sind uns Ansporn für unseren sozialen und beruflichen Auftrag, für die innovative Weiterentwicklung des Töpferhauses und dessen Positionierung im Kanton Aargau.

Leitbild

Das Töpferhaus-Logo stellt eine Gruppe von Menschen dar, die unter einem schützenden Dach auf festem Boden steht.

Menschenbild

Unser Menschenbild basiert auf christlichen Werten, welche sich in einem ehrlichen, respektvollen und wertschätzenden Umgang mit unseren Mitmenschen zeigen.

Arbeitsweise

Sie ist geprägt von Vertrauen und Offenheit, von innovativem Denken und unternehmerischem Handeln. Wir schaffen Verständnis, hören einander zu und kommunizieren konstruktiv und transparent. Erfolge und Fehler sind unsere Lernfelder. Wir leben eine agile Haltung gegenüber Veränderungen und Neuerungen. Gemeinsam mit allen Beteiligten sind wir bestrebt, optimale Lösungen zu finden.

Auftrag

Wir bieten Gestaltungsraum für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Hier werden sie beruflich und sozial gefördert sowie in ihren Kompetenzen gestärkt. Wir übergeben den bei uns wohnenden, arbeitenden und zu begleitenden Menschen Verantwortung und fördern sie individuell.

Mitarbeitende

Als Mitarbeitende sind wir uns unserer Vorbildwirkung bewusst. Deshalb handeln wir mit Vertrauen und Klarheit. Wir übernehmen Verantwortung in unserer Funktion und für uns persönlich, arbeiten team-, ressourcen- sowie lösungsorientiert. Weil uns Weiterentwicklung wichtig ist, reflektieren wir unser Tun, sind offen für Kritik und bilden uns persönlich und fachlich weiter.

Auftraggebende

Mit Flexibilität, Dynamik und Umsicht begegnen wir Anforderungen unserer Anspruchsgruppen. Wir bauen auf langfristige Zusammenarbeit. Die daraus gewonnen Erkenntnisse lassen wir in unsere Angebote und Produkte einfliessen, weil uns Qualität und die Zufriedenheit unserer Auftraggebenden und Kunden wichtig sind.

Partner

Wir arbeiten vernetzt mit Personen verschiedener Disziplinen und Fachrichtungen zusammen. Dieser interdisziplinäre Austausch regt uns an, uns als Organisation weiterzuentwickeln und unseren beruflichen und sozialen Auftrag mit Qualität und Wirkung zu erfüllen.

Geschichte

Gestaltungsraum für Menschen zu sein. Das ist die Stiftung Töpferhaus seit ihrer Gründung 1981. Mittlerweile ist sie eine Institution an drei Standorten mit vier eigenständigen Bereichen: Wohnen, Arbeiten, Tagesstätte und Administration.

Lancierung Aargauer Schlossgebäck Leckerlin. Businger-Teigwaren in Bio-Qualität sowie das Maienzugtörtli entstehen. Start mit Teilbetreutem Wohnen in Lenzburg. Grundsteinlegung und Baubeginn Töpferhaus Suhr. COVID-19 prägt den Alltag.

2020

Lancierung Aargauer Schlossgebäck Leckerlin. Businger-Teigwaren in Bio-Qualität sowie das Maienzugtörtli entstehen. Start mit Teilbetreutem Wohnen in Lenzburg. Grundsteinlegung und Baubeginn Töpferhaus Suhr. COVID-19 prägt den Alltag.

Neuer Standort in Suhr konkretisiert sich. Lancierung des Magazins „MITTENDRIN“ sowie der Filme «der Weg zurück zu mir» (Tagesstätte) und «Goldstück – ein Unikat» (Produkt). Produktion von UrDinkel-Teigwaren und Umstellen der Teigwarenproduktion auf Bio-Qualität. Erweitern des Externen Wohnens und der Tagesstätte um 10 resp. 8 Plätze.

2018 – 2019

Neuer Standort in Suhr konkretisiert sich. Lancierung des Magazins „MITTENDRIN“ sowie der Filme «der Weg zurück zu mir» (Tagesstätte) und «Goldstück – ein Unikat» (Produkt). Produktion von UrDinkel-Teigwaren und Umstellen der Teigwarenproduktion auf Bio-Qualität. Erweitern des Externen Wohnens und der Tagesstätte um 10 resp. 8 Plätze.

Aus dem ehemaligen Raum der Tagesstätte entsteht die neue Backstube. Jubiläum 35 Jahre Töpferhaus. Erwerb der Liegenschaft an der Bleichemattstrasse 15. Lancierung des Goldstücks in Kooperation mit Chocolatier Fabian Rimann, Wettingen.

2016 – 2017

Aus dem ehemaligen Raum der Tagesstätte entsteht die neue Backstube. Jubiläum 35 Jahre Töpferhaus. Erwerb der Liegenschaft an der Bleichemattstrasse 15. Lancierung des Goldstücks in Kooperation mit Chocolatier Fabian Rimann, Wettingen.

Umzug der Tagesstätte an die Bleichemattstrasse 15 in Aarau. Erweitern des Teilbetreuten Wohnens um 10 Plätze. Eröffnen des Werkateliers als neues Angebot der Tagesstätte. Die Aarauer Spezialität Bachfisch als neues Produkt entsteht.

2014 – 2015

Umzug der Tagesstätte an die Bleichemattstrasse 15 in Aarau. Erweitern des Teilbetreuten Wohnens um 10 Plätze. Eröffnen des Werkateliers als neues Angebot der Tagesstätte. Die Aarauer Spezialität Bachfisch als neues Produkt entsteht.

Ausbau der Teigwarenproduktion dank der Zusammenarbeit mit Coop. Eröffnen der Tagesstätte mit Atelier.  Renovation der Fassaden Der Verein Töpferhaus wird zur Stiftung Töpferhaus. Jubiläum 30 Jahre Töpferhaus.

2011 – 2013

Ausbau der Teigwarenproduktion dank der Zusammenarbeit mit Coop. Eröffnen der Tagesstätte mit Atelier.  Renovation der Fassaden Der Verein Töpferhaus wird zur Stiftung Töpferhaus. Jubiläum 30 Jahre Töpferhaus.

Beginn der Teigwarenproduktion. Überarbeiten des Angebots und Erweitern mit geschützten Arbeitsplätzen. Daniel Aeberhard als neuer Geschäftsführer.

2009 – 2010

Beginn der Teigwarenproduktion. Überarbeiten des Angebots und Erweitern mit geschützten Arbeitsplätzen. Daniel Aeberhard als neuer Geschäftsführer.

Erwerb einer Liegenschaft in Küttigen für die Time-out-Gruppe. Teilumbau der Immobilie ergibt 20 Plätze für Wohnen und Beschäftigung. Eröffnen einer Aussenwohngruppe für 6 Bewohner/-innen. Beginn des Angebots Begleitetes Wohnen. Überarbeiten des therapeutischen Konzepts. Karl Wettstein als neuer Geschäftsführer bis 2008 (†).

1994 – 2008

Erwerb einer Liegenschaft in Küttigen für die Time-out-Gruppe. Teilumbau der Immobilie ergibt 20 Plätze für Wohnen und Beschäftigung. Eröffnen einer Aussenwohngruppe für 6 Bewohner/-innen. Beginn des Angebots Begleitetes Wohnen. Überarbeiten des therapeutischen Konzepts. Karl Wettstein als neuer Geschäftsführer bis 2008 (†).

Kauf der ehemaligen Teigwarenfabrik Businger an der Bachstrasse in Aarau und Umbau der Liegenschaft in einen Wohn- und Gewerbetrakt. Aus dem Töpferhaus (CVJM-Arbeit) wird der Verein Töpferhaus. 10 weitere Personen gehören neben der Familie Fuhrer zur Wohngemeinschaft.

1981 – 1993

Kauf der ehemaligen Teigwarenfabrik Businger an der Bachstrasse in Aarau und Umbau der Liegenschaft in einen Wohn- und Gewerbetrakt. Aus dem Töpferhaus (CVJM-Arbeit) wird der Verein Töpferhaus. 10 weitere Personen gehören neben der Familie Fuhrer zur Wohngemeinschaft.

Eröffnung der Wohngemeinschaft Töpferhaus durch Hans und Vreni Fuhrer an der Weltistrasse in Aarau. Der Name Töpferhaus geht auf die alttestamentliche Bibelstelle des Propheten Jeremia (18.6) zurück: «Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid auch ihr in meiner Hand.»

1981

Eröffnung der Wohngemeinschaft Töpferhaus durch Hans und Vreni Fuhrer an der Weltistrasse in Aarau. Der Name Töpferhaus geht auf die alttestamentliche Bibelstelle des Propheten Jeremia (18.6) zurück: «Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid auch ihr in meiner Hand.»

Mitgliedschaften

Die Stiftung Töpferhaus fördert Kooperationen und pflegt Kontakte zu anderen Trägerschaften und Organisationen. Sie ist bei folgenden Organisationen Mitglied:

AVUSA
Aargauischer Verband Unternehmen mit sozialem Auftrag

 

CURAVIVA Schweiz

Dachverband Schweizer Heime und sozialer Institutionen

 

ZSBA

Zusammenschluss der Sozialarbeitenden Bezirk Aarau

 

IGA Plus

Interessengemeinschaft Aussenorientierter Vollzug

 

Zertifizierungen

Die Stiftung Töpferhaus ist nach ISO 9001:2015 und SODK Ost+ sowie im Bereich Produkte nach Bio SUISSE KNOSPE und UR DINKEL zertifiziert. Sie wird durch interne und externe Fachpersonen laufend überprüft, damit die Qualität sichergestellt ist und die Standards erfüllt werden.

ISO 9001:2015

Zertifizierungsstelle:  Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme SQS, Zollikofen Rezertifiziert im März 2020

 

SODK OST+

Zertifizierungsstelle:  Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme SQS, Zollikofen Rezertifiziert im März 2020

 

BIO SUISSE KNOSPE

Zertifizierungsstelle:  BIO SUISSE, Basel

Lizenziert im Juni 2017; Gültigkeit bis Dezember 2020

 

UR DINKEL

Zertifizierungsstelle:  ProCert AG, Bern

Zertifiziert im April 2019; Gültigkeit bis Dezember 2022